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Essplan um Essplan um Essplan - Esspläne und EssstörungenNahrung wie Atmung sind die Reagenzien des Stoffwechsels, der dem Aufbau und der Erhaltung der Körpersubstanz sowie der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen dient. Die durch den Stoffwechsel verbrauchte Energie muss über Zufuhr von Nährstoffen und deren energiefreisetzende Umwandlung wieder gewonnen werden. Aufwändigere Phasen der Entwicklung erfordern erhöhte Zufuhr von Energie.
Der Energiebedarf bspw. von 15- bis 19-jährigen Schülern/Studenten weiblichen Geschlechts beträgt mindestens 2.300 kcal täglich. Dabei soll der Anteil von Fett an der Energiezufuhr 30% bis 35% betragen (siehe Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., www.dge.de). Für das Beispiel Minimum 2.300 kcal täglich erhielte man nach der Berechnung: 30% von 2.300 = 690 kcal in Form von Fett, ein Gramm Fett hat ca. 9 kcal, ca. 690 kcal geteilt durch ca. 9 kcal = ca. 77 g Fett täglich. Bestimmte als Baustoff für Köperzellen notwendige Stoffe, können vom Körper nicht hergestellt sondern müssen ihm durch Nahrung zugeführt werden.
Die Ernährung muss also nicht nur hinsichtlich der Energiemenge dem Lebensbedarf entsprechen, sie muss auch in qualitativer Hinsicht, d. h. in ihrer Zusammensetzung aus den Makronährstoffen Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette bestimmte Verhältnisse aufweisen.
Weit verbreitet ist die Anwendung von Formeln, um den Energiebedarf aus Alter, Geschlecht, Körpergröße, körperlicher Aktivität und Körpergewicht ermitteln zu können. Bei dieser Anwendung findet eine Plausibilitätsprüfung der Gewichtsangaben in der Regel nicht statt. Die Anwendung solcher Formeln führt somit natürlich mindestens dann zu falschen Ergebnissen, wenn die Gewichtsangaben außerhalb des Normalgewichts-Bereiches liegen.
"Ich habe eine Essstörung und suche einen Essplan!". Gerade Magersüchtige sehen hier oft einen Zusammenhang, dem sie erhebliche Lebenszeit widmen. Oftmals ist damit jedoch eine Fehlbewertung eines (obgleich dem Oberbegriff Essstörung den Namen gebenden) Symptoms der Magersucht verbunden. Unter- bzw. Fehlernährung oder gestörtes Essvehalten allg. ist Resultat und Ausdrucksbereich der Verschiebung der eigentlich der Essstörung zugrundeliegenden Konflikte. Für Untergewichtige sind nur Esspläne sinnvoll und erfolgreich, die gegessen werden und die zur Zunahme führen. Dass die Zunahme nicht verkraftet werden kann ist der Krankheit aber nicht der Güte oder Einhaltung von Essplänen geschuldet. Abwägen, Planen, Kalkulieren, Feilschen - und letztlich doch gerade die Zunahme verhindern. Denn gerade das "Hungergefühl" gibt Magersüchtigen das unverzichtbare aber anders nicht zu erlangende Gefühl der Kontrolle. Um das "Hungergefühl" konstant zu halten, kann die Energiebilanz immer nur weiter verkürzt werden. Lebensmitte, Lebenmittel - alles Zahl. Eine Betroffene hat das im Magersucht-Forum des ab-server wie folgt beschrieben: "Jede Magersüchtige hat Untergewicht. Das ist schädlich. Das braucht Zunahme. Zu der kommt es nicht, zumindest nicht innerhalb von Magersucht. Magersüchtig bei Magersüchtigen ist, dass sie eigentlich nur Zahlen essen und trinken, dass sie Zahlen erbrechen, dass sie Zahlen sporteln und dass sie Zahlen Sinn geben. ... Magersüchtig bei Magersüchtigen ist, dass, wenn sie zugenommen haben oder es sich einbilden (egal, ob mit 1.000 oder 2.000 kcal), sie wieder reduzieren. Die Zunahme kann von der Magersucht einer Magersüchtigen nicht überlebt werden." Ein schwerer Verlauf dieser Krankheit ist desto wahrscheinlicher, je länger die Krankheit unbehandelt bleibt und je länger Symptome nicht nur als Symptome gedeutet werden, desto länger bleibt die Krankheit unbehandelt.
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Was sind Krankheitsgewinne? Warum werden schädliche Verhaltensweisen aufrechterhalten? Der Teufelskreis aus Hungern und Verstopfung Wieso führt magersüchtiges Verhalten ohne weiteres zur Erhöhung magersüchtigen Bemühens? Normalgewichtsphobie Gestörtes Essverhalten, Fehlernährung oder Angsterkrankung? |
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